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Meine Reise nach Rhodos

Meine letzte Reise ging nach Rhodos, um dort eine Woche lang Sonne und Kultur zu tanken. Beides sollte auf Rhodos kein großes Problem darstellen. Mit um die 300 Sonnentage im Jahr, muss man schon wirklich Pech haben, wenn man mal einen Regentag erwischt.

Rhodos ist 80 km lang und 35 km breit. Neben unzähligen Touristen leben um die 115.000 Menschen auf der viertgrößten Insel Griechenlands. Die Einwohner leben zum größten Teil vom Tourismus und der Landwirtschaft, die aber hauptsächlich im Süden Rhodos betrieben wird.

Bekannt ist Rhodos auch aufgrund des Koloss von Rhodos, eines der sieben Weltwunder der Antike. Die monumentale Bronzestatue des Sonnengottes Helios wurde aber angeblich ca. 200 Jahre v. Chr. durch ein Erdbeben zerstört, so dass eine Besichtigung leider nicht mehr möglich ist. Dennoch, so versicherte mir ein Taxifahrer, kämen immer noch wieder Touristen, die nach dem Koloss fragen würden.

Mein Hotel lag in der Touristenhochburg Faliraki, ca. 16km südlich von Rhodos Stadt entfernt. Hier ist ein Hotel neben das andere gebaut worden. Hauptsächlich findet man hier englische Touristen, die wenn sie nicht am Strand sich bräunen, in einen der vielen Pubs und Bars Fußball schauen und Bier trinken. Die Strände hier sind die saubersten auf Rhodos und wer darauf wert legt, abends noch etwas zu erleben, der findet in Faliraki bestimmt das richtige. Natürlich sollte man seinen Aufenthalt auf Rhodos nicht nur der Sonne und dem Nachtleben widmen, sondern auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit besuchen.

Rhodos Stadt sollte man auf jeden Fall besucht haben. Die Hauptstadt liegt in der Nordspitze und ist mit ca. 50.000 Einwohnern die größte der Insel. Die Altstadt ist umgeben von der historischen Stadtmauer mit ihren eindrucksvollen Toren. In der Altstadt schlendert man durch enge Gassen mit ihren Gebäuden aus dem Mittelalter. Am höchsten Punkt der Altstadt liegt der Großmeisterpalast. Dieses beeindruckende Gebäude wurde um 1400 und mehrmals durch Erdbeben und Explosion beschädigt. Zuletzt diente er als Sommerresidenz des italienischen Königs Emanuel III. Heute ist ein Museum, dessen Besuch sich lohnt. Neben antiken Figuren sind kann man Mosaike auf dem Boden des Palastes bestaunen. Besichtigen sollte man auf jeden Fall auch den Hafen Rhodos. Früher war dies ein Fischerhafen, heute findet man hauptsächlich große Yachten sowie Ausflugsbote.

Lindos ist das absolute Highlight auf meiner Rhodos Reise gewesen. Die Stadt, ganz in weiß, ist nicht umsonst das beliebteste Ausflugsziel der Touristen auf Rhodos. Lindos ist autofrei, was bei den kleinen engen Gassen auch nicht weiter verwunderlich ist. Hier sollte man jedoch aufpassen, dass man sich nicht verläuft, denn zwischen den ganzen weißen Häusern sieht es doch überall gleich aus. Nach einem Stadtbummel durch Lindos, sollte man sich dann auf den steinigen und steilen Weg zur Akropolis wagen. Hoch kann man sich von Eseln bringen lassen oder man macht es wie ich und quält sich bei gefühlten 60 Grad im Schatten den Weg hoch. Doch der Weg nach oben lohnt sich. Neben den historischen Gemäuern und den Säulen, wobei es sich hierbei nur noch um Rekonstruktionen handelt, ist der Ausblick aufs weiße Lindos sowie auf die Bucht von Lindos atemberaubend.

Auf Rhodos kann man fast überall relativ günstig essen. Man sollte sich jedoch nicht gleich in das erstbeste Restaurant von einem freundlichen Griechen „reinwinken“ lassen, sondern Preise vergleichen.

Fortbewegen kann man sich am besten mit dem Bus. Das Busnetz auf Rhodos ist gut ausgebaut und die Busse sind nicht unpünktlicher als hierzulande. Bei längeren Tagesausflügen empfiehlt es sich einen Roller auszuleihen.

Ein Ausflug nach Rhodos lohnt sich auf jeden Fall. Die Insel hat sich ganz auf ihre Touristen eingestellt und erfüllt so fast jeden Wunsch. Dazu gibt eine Garantie auf Sonnenschein. Eine Woche Rhodos würde ich jedem empfehlen.